Werkstatt-Talk

2. Werkstatt-Talk entwickelte am 6. September Ideen für eine starke Mitte

Vertreter von SeeCarré, Stadterneuerung Spandau und Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte diskutieren nach dem 1. Werkstatt-Talk  im März am 6. September 2016 im Musiksaalgebäude des Stadthallencampus auf Einladung der Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte wie man ein Zentrum in Falkensee schaffen bzw. stärken kann. Der Werkstatt-Talk war nach dem Frühlingsfest die 2. Veranstaltung dieser Reihe. Rund 35 Interessierte besuchten ihn und beteiligten sich an der Diskussionsrunde.

Der Hintergrund: Das Zentrum Falkensee braucht nicht nur mehr Einzelhandel – sondern vor allem gut strukturierten. Damit dieser Wunsch künftig Realität wird, gibt es den Werkstatt-Talk. Dessen Ergebnisse werden auf dem Stadtfest am 10. September präsentiert. Zu den Gästen des Werkstatt-Talks gehörten Georg Wurm vom Entwickler des SeeCarré, S&G Development GmbH, Andreas Wunderlich von der BSG Stadterneuerungsgesellschaft Spandau mbH sowie der Falkenseer Architekt und Schriftführer der Werbegemeinschaft Falkensee-Starke-Mitte Thomas Lenkitsch.

„Wir gehen davon aus, dass das bipolare Stadtzentrum Falkensee vom SeeCarré bis zum Seegefelder Anger zu weitläufig ist, um als zusammenhängende Flaniermeile zu funktionieren. Die jeweiligen Standorte sollten sich jeweils auf eine spezifische Zielgruppe spezialisieren. Wenn diese Zielgruppengebiete dann aneinander grenzen, ist ein attraktives Ganzes entstanden“, erklärte Thomas Lenkitsch die Hintergründe des Werkstatt-Talks.

Um dies zu erreichen, gab es zu Beginn der Veranstaltung eine Einführung zum aktuellen Stand des neuen Einkaufszentrums SeeCarré und zu den Erfahrungen mit der Belebung der Spandauer Altstadt. Projektleiter Georg Wurm betonte, dass er das SeeCarré mit besonderen Aufenthaltsqualitäten vom Dallgower HavelPark abgrenzen will. "Wir positionieren uns als Center der kurzen Wege, Familien sollen sich bei uns wohlfühlen", so Wurm. Neben der Ausrichtung auf Familien werden aber auch klassische Filialisten aus den Bereichen Mode, Nahversorgung und Drogerie erwartet.

Spandau kämpft ebenfalls mit einer schwierigen Situation für den Einzelhandel. So wird die Altstadt durch eine sehr verkehrsreiche Straße von den Spandauer Arkaden als Einkaufspassage getrennt. Mit der Setzung von neuen Schwerpunkten und einem gesunden Branchenmix beginnt sie sich gerade wieder als „besonderer Ort“ zu entwickeln. Möglich ist das auch dank einer Finanzspritze aus Landesmitteln des Förderprogrammes städtebaulicher Denkmalschutz.

Im zweiten Teil der Veranstaltung diskutierten Händler, Gewerbetreibende, Investoren, Vertreter der Kultur und Bürger gemeinsam die Frage „Welche Geschäftssysteme passen in welche Bereiche von Falkensee?“.  „Falkensee ist keine reine SchlafWohnstadt und soll auch keine werden. Wir brauchen deshalb ein starkes Zentrum mit einem vielfältigen Einzelhandelsangebot. Ich lade deshalb alle Falkenseerinnen und Falkenseer herzlich ein, mit ihren Ideen und Anregungen unsere Stadt neu zu beleben“, so Thomas Lenkitsch.  Eine Erkenntnis: Für die Region am Gutspark wäre die Stärkung der Kreativwirtschaft eine Option. Der Seegefelder Anger wäre möglicherweise für die lokale Kunstszene attraktiv.